Onlinekurs vs. Membership – was eignet sich wann?

Nachdem Onlinekurse sich auf dem deutschen Markt schon gut etabliert haben, erfreuen sich mittlerweile auch Memberships immer größerer Beliebtheit.

Beide Formate können auf unterschiedlichste Art und Weise ausgestaltet sein, es gibt weder das eine Modell für einen Onlinkurs, noch ein bestimmtes Konzept für eine Membership. Beim Onlinekurs reicht das Angebot vom reinen Selbstlernkurs per E-Mail-Sequenz bis hin zu einem intensiv begleiteten Kurs mit aufgezeichneten Videos, regelmäßigen Live-Q&As, einem Workbook und einer Gruppe zum Austausch. Aber in Memberships wird ebenfalls Content in verschiedenen Formaten z. B. Videos, Audios oder Workbooks bereitgestellt. Die Community kann in Form von Gruppen, Foren, Chats oder Masterminds ausgestaltet sein.

Wo liegen also die wesentlichen Unterschiede und wann eignet sich welches Format?

Onlinekurse führen die Teilnehmer von A nach B, indem Inhalte in einer festen Abfolge abgearbeitet werden. Das kannst du dir wie ein 3-Gänge Menü vorstellen. Die Abfolde der Gerichte ist vorher festgelegt. Der Fokus liegt auf den Inhalten, die erlernt und umgesetzt werden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder zu der Lösung eines Problems zu gelangen. In der Regel sind für einen Onlinekurs ein festes Startdatum und ein Enddatum vorgesehen bzw. eine festgelegte Zeitspanne von einigen Tagen bis mehrere Wochen, in denen der Onlinekurs oftmals auch begleitet wird durch Q&As. Eine Austauschgruppe oder ein Chat können einen Onlinekurs während der Laufzeit ergänzen. Der Kunde zahlt für den Onlinekurs in der Regel einmal vorab einen Preis, eine Ratenzahlung ist aber auch oftmals möglich.

Ein Mitgliederbereich hingegen lässt sich als „A la carte“-Modell bezeichnen oder mit einem Buffet vergleichen. Jeder Teilnehmer greift auf die Inhalte zurück, die er gerade braucht und bedient sich dabei an einem Angebot an Inhalten, die frei ausgewählt werden können. Der Fokus liegt häufig stärker auf dem Austausch untereinender und damit auf dem Community-Aspekt um sich mit anderen Menschen zu verbinden. Der Fokus liegt weniger auf einem konkreten Ziel oder einer Lösung, sondern auf der steten Weiterentwicklung in einem bestimmten Themenbereich. Memberships sind nicht auf einen festen Zeitrahmen begrenzt. Eine Mitgliedschaft kann monatlich, vierteljährlich oder jährlich angelegt und beliebig lange fortgesetzt werden. Die Abrechnung erfolgt wie ein Abo je nach ausgewähltem Zeitintervall und verlängert sich automatisch. Oftmals ist zu Beginn eine Mindestlaufzeit festgelegt, danach kann in kürzerem Intervall gekündigt werden.

Ein Onlinekurs eignet sich, wenn…

  • innerhalb eines festgelegten Zeitraumes ein klar definiertes Ziel (Problemlösung) erreicht werden soll.
  • das Vermitteln von Expertenwissen im Vordergrund steht.
  • die Lerninhalte in einer bestimmten Abfolge weitergegeben werden.

Eine Membership eignet sich, wenn…

  • die Community, Austausch und Interaktion im Vordergrund stehen.
  • das Thema dauerhaft/langfristig für die Zielgruppe relevant ist oder regelmäßig Updates erforderlich sind.
  • das Thema umfangreich und facettenreich ist, sodass die Inhalte kontinuierlich erweitert werden können.

Ein Onlinekurs und eine Membership schließen sich übrigens nicht gegenseitig aus. Im Gegenteil: Sie lassen sich hervorragend miteinander kombinieren, oftmals ist der Übergang sogar fließend. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel einen Onlinekurs oder mehrere kleine Onlinekurse in eine Membership zu integrieren. Eine andere Möglichkeit ist den Absolventen eines Onlinekurses im Anschluss eine Membership für alle Alumni anzubieten, in der weiterhin Q&As stattfinden, die Absolventen sich gegenseitig unterstützen können und Neuerungen zu dem Kursthema kommuniziert werden.

Plattformen & Tools für Onlinekurse und Memberships

Möchte man einen Onlinekurs oder eine Membership anbieten, hat man die Qual der Wahl bei der Auswahl der richtigen Plattform oder Plugins. An erster Stelle steht die Entscheidung, ob du deine Membership selber hosten möchtest, also einen Login-Bereich auf deiner Webseite einrichten möchtest, oder einen Drittanbieter nutzen willst. Mein Blogartikel „Kurse verkaufen – Alternativen zu Elopage“ zeigt dir einige digitale Plattformen auf, auf denen Kurse gehostet werden können. Oftmals eignen sich diese sowohl für Onlinekurse als auch für Memberships, es lohnt sich jedoch ein genauerer Blick auf die Funktionen, die die jeweiligen Plattformen bieten.

Für die Wahl der richtigen Plattform oder Plugins solltest du dir vorab Gedanken darüber machen, welche Funktionen deine Mitgliederbereich haben sollte. Nicht jede Kursplattform bietet z. B. die Möglichkeit, dass jeder Teilnehmer sich ein eigenes Profil anlegen kann, sich die Teilnehmer untereinander vernetzen und kommunizieren können.

Um Content bereit zu stellen, benötigst du Speicherplatz. Wie viel du benötigt, hängt davon ab wie groß ein Onlinekurs ist oder wie viel Content in deiner Membership bereitgestellt werden soll. Wird in deiner geplante Membership der Fokus klar auf den Community-Aspekt gelegt, sind Kommunikations-Funktionen, wie ein Chat oder ein Forum wichtiger als Speicherplatz für Inhalte.

Meine Empfehlung: Mache die eine Liste, welche Funktionen für deine Membership Must-Haves sind. Diese müssen von Beginn an durch die gewählte Technik abgedeckt werden. Schreibe dir weiterhin auf, welche Funktionen für dich Nice-to-Have sind, die möglicherweise später noch integriert werden können. Das bietet dir eine gute Grundlage für die Auswahl der geeigneten Tools.

Brauchst du Unterstützung bei Konzept & Auswahl der richtigen Plattform?

Die Möglichkeiten sind schier gigantisch und können dich regelrecht erschlagen. Wenn du keine Lust oder Zeit hast, dir alle Plattformen selbst anzuschauen oder dein Konzept mit jemandem durchsprechen willst, der die technischen Optionen wie die eigene Westentasche kennt, buche dir eine Power Hour bei mir. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf deine Ideen und sprechen über die verschiedenen Lösungen.

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